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Easy-MK - unser Abfallkonzept

Das Abfalltrennungskonzept „Easy-MK" ist eine Abkürzung, sie bedeutet :

Eigenverantwortliches Abfallsystem am Martino-Katharineum.

Das Kürzel soll zeigen, dass Abfalltrennung einfach ist, wenn man sie durch ein System so organisiert, dass jeder Verursacher von Abfällen für deren Trennung und Entsorgung verantwortlich gemacht wird.

Hinter dieser pädagogischen Zielsetzung steckt ökologischer und ökonomischer Sinn. Mehr als zwei Drittel aller in unserer Schule entstehenden Abfälle sind Wertstoffe, die in den Rohstoffkreislauf zurückgeführt werden können.

Deponierung und Verbrennung von Restmüll dagegen sind sehr teuer, die Restmüllentsorgung verursacht hohe Kosten. Wer also alle Abfälle ungetrennt in nur eine Tonne wirft, vernichtet nicht nur Wertstoffe, indem er sie dem Recycling entzieht. Er erhöht auch gleichzeitig die Abfallmengen und damit die Kosten für ihre Deponierung oder Verbrennung.

In den meisten Haushalten werden Abfälle mittlerweile selbstverständlich getrennt. Auch wir als Schule halten dies für dringend notwendig.

Nicht nur Kosten vermeiden, sondern am Müll verdienen!

Umweltbewusst wurde das MK bereits 1996 aktiv. Nach Rücksprache mit Eltern- und Schülervertretern, der Gesamtkonferenz, dem Hausmeister und den zuständigen Ämtern der Stadt durften unsere Reinigungskräfte keine Abfälle mehr aus Klassen-, Fachräumen, Fluren und Schulhof entfernen. Nach etwas mehr als einer Woche war die Sensibilität der Schüler- und Lehrerschaft gegenüber der entstehenden Verhüllung und damit der allgemeinen Abfallproblematik enorm gestiegen.

An diesem Punkt setzte des Projekt „Easy-MK" mit seinen Plänen ein.

Durch entsprechende Aktionen wurde in der Schule ein Bewusstsein für den Sinn der Mülltrennung geschaffen (Zeitungsartikel) Zusätzlich gelang es, beim Rat der Stadt zu erreichen, dass die Hälfte der durch die Abfalltrennung eingesparten Kosten an die Schule zurückfließt. Auf diese Weise „verdient" das MK seit 1997 jährlich mehrere tausend Euro.

Geld für unsere Schule!

Diese Gelder werden dafür genutzt, das schulische Lernumfeld und die Arbeitssituation der Schüler zu verbessern.

Finanziert wurden auf diese Weise u.a.

  • das Mobiliar unserer Cafeteria
  • Bänke auf dem Schulhof und in den Fluren
  • die Ausstattung und das Erscheinungsbild der Unterrichtsräume
   

Die Erfahrung lehrt, dass die Organisationspläne genau eingehalten und die mit dem Projekt verbundenen Tätigkeiten kontrolliert werden sollten. Wenn auch Lehrer hin und wieder den Blick aus höheren Regionen auf den Boden senken und z.B. die Inhalte der Abfalleimer überprüfen oder darauf reagieren, wenn die Tischablagen zumüllen, ist „Easy-MK" wirklich ganz easy.

Das Konzept ist inzwischen von vielen Schulen in und um Braunschweig herum vollständig oder modifiziert übernommen worden. Seit Beginn des Schuljahres 04/05 arbeitet auch unsere Außenstelle „Echternstaße" mit „Easy-MK".

Easy-MK hat zwar als materiales Ziel vor Augen, die Abfallmengen am MK wesentlich zu reduzieren, verfolgt aber primär pädagogische Ziele. Seine ökologischen Schwerpunkte sind selbstverständlicher Bestandteil von Erziehungsbemühungen, die gegenseitige Rücksichtnahme, gegenseitige Hilfe und Verantwortungsbewusstsein gegenüber eigenem Handeln und der Umwelt, also ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit verstärken wollen.

Easy-MK ist damit ein wesentlicher Bestandteil der Tätigkeiten des MK als "Umweltkontaktschule" bis 1999, als "Umweltschule in Europa" ab Herbst 1999. Es ergänzt die Arbeit der Umgestaltung von Klassenräumen und Schulgelände, die Entwicklung der Broschüre "Schüler entdecken ihre Stadt - Die Wege des Wassers", der Broschüre "Die Siedlungsabfälle der Stadt Braunschweig", verschiedene Umweltprojekte ("Die Wege des Abfalls",, "Wald", und "Die Wege des Wassers") und bildet die Grundlage für die seit Frühjahr 2002 mit großem Erfolg arbeitende Schülerfirma "mk:return".

Easy-MK ist schließlich das Ergebnis der gemeinsamen Bemühungen von Eltern, Schülern, Lehrern und Schulpersonal bei der Planung, Realisierung und Durchführung des Konzepts. Die dabei entwickelten Eigenleistungen auch im praktischen Bereich haben zu einer hohen Identifizierung mit dem Projekt geführt.

(D. Lindner, 2012)