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19.02.2005

Abiturientenstreich 2004

Abi-Gag des MK: Die abilympischen Spiele 2004

Dabeisein ist alles! Unter diesem Motto stand das Abitur der MK-Abiturienten des Jahres 2004. Und folglich wurde der traditionelle Abi-Gag zu den ersten und eigentlichen olympischen Spielen dieses Jahres. Während man in Athen 16 Tage für die Austragung benötigt, die zudem Unmengen von Geld verschlingt, kamen wir mit nur 2 Stunden und vergleichsweise zu vernachlässigenden finanziellen Aufwendungen hin. Weniger spektakulär wurde es trotzdem nicht.

Die Oberaufsicht über den geordneten und fairen Ablauf dieser Spiele hatte unser frischgebackener Schulleiter bzw. unser ?neuer Zeus?, Herr Wildhage, der auf seinem Olymp thronend die Austragungsstätte überblicken konnte. Auch der ehemalige Zeus, Herr Pape verfolgte das Spektakel, wenn auch nur als Zuschauer.

Sei es Zeus, Petrus oder wer auch immer, der Wetter-Verantwortliche jedenfalls meinte es gut mit uns, so dass sich an diesem Vormittag höchstens herabregnende Luftballons statt dicker Tropfen verzeichnen ließen.

Und wie es sich für abilympische Spiele gehört, durfte das abilympische Feuer nicht fehlen. Fackelträger war Herr Wathling, der das Feuer unter tosendem Applaus des Publikums an unseren neuen Zeus übergab. Daraufhin konnte es also losgehen:

Die erste olympische Aufgabe nannte sich das Verkleidungsspiel. Frau Syring, Frau Bunzel, Frau Schünke und Herr Lamkemeier mussten hierbei mittels bereitgestellter Materialien (Wolldecken, Kindersonnenbrillen, Frisbeyscheiben, sehr aus der Mode gekommener Stirn-bänder,...) ihre Identität in der Weise wechseln, dass aus ihnen Diskuswerfer bzw. römische Gottheiten wurden.Besondere Anerkennung verdiente hierbei Herr Lamkemeiers Engagement, der neben der Kleidung sogar die seiner Ansicht nach typische Haltung eines Diskuswerfers imitierte. Letztendlich war sein hingebungsvoller Einsatz jedoch gut verständlich, weil es immerhin darum ging, die heißbegehrten Stimmen der Stimmberechtigten zu ergattern, die zum Schluss über Sieg oder Niederlage entschieden. Stimmberechtigt war zum einen die ?Jury? bestehend aus unserem neuen Zeus, seinem Assistenten Herrn Habicht und der weiteren Beraterin Frau Gartung. Zum anderen durften der Abijahrgang und als dritte stimmberechtigte Gruppe die restliche Schülerschaft mitstimmen.

Am, Seilspringen, der zweiten Disziplin, nahmen die Zweierteams Heidrich-Lesch und Schol-le-Brinck teil. Sie mussten die ihnen zur Verfügung gestellten abilympischen Trikots à la Alt-kleidersammlung während des Seilspringens ausziehen, mit dem jeweiligen Teamkollegen tauschen und ihr neues Trikot wieder anziehen. Keine leichte Aufgabe wie sich schon bald gezeigt hat...

Doch Olympia beinhaltet neben körperlichen Herausforderungen auch das geistige Training, speziell die Schulung des Konzentrationsvermögens. Also wurden Herrn Meinhardt, Frau Fahd, Frau Siegfried und Frau Kaiser in sich äußerst komplexe, durch die neue Rechtschreibung sehr tückisch werdende Sätze diktiert. Trotz Herrn Meinhardts Favoritenposition als Deutschlehrer, der sich seine Pole Position allerdings durch unzureichende Kenntnis des Namens ?Beyoncé Knowles? verscherzte, gewann zum Schluss jemand Anderes. Frau Fahd nämlich war es, die sich von Begriffen wie ?Syphilis? oder ?Rokoko? am wenigsten verunsichern ließ und so die harte Prüfung mit nur einem Fehler bestand.

Herr Schmitt konnte beim Bobby-Car-Wettfahren, verbunden mit dem Auftrag ein Ei auf ei-nem Löffel heil hin und her zu transportieren, glänzen. Durch äußerste Konzentration schaffte er es, seinen Konkurrenten Herrn Börner, der schon auf halber Strecke für Rührei sorgte, klar auszuschalten.

Weiter ging es mit der wohl amüsantesten Disziplin, der Debatte. Den Abiturienten aus dem Englischunterricht bestens bekannt, war es Ziel einer solchen Debatte den Gegner durch schlagkräftige Argumente von der eigenen Meinung zu überzeugen. Dazu bildeten sich zwei Viererteams, die die Pro- bzw. Contra-Position zur gestellten These vertreten mussten. Wäh-rend im Unterricht hauptsächlich über politische oder gesellschaftliche Themen diskutiert worden war, wurde es den an den abilympischen Spielen teilnehmenden Lehrern ein bisschen leichter gemacht: Ihre zu hinterfragende These war: ?Lehrer sollten im Unterricht Gummibärchen an ihre Schüler verteilen?. Hier trieb es Herr Lamkemeier mit seinem unbändigen Enga-gement etwas zu weit, überschritt gegen die Regeln seine Redezeit, hielt sich trotz mehrfacher Ermahnungen nicht an die Anweisungen der Security und rüttelte somit stark an den Grund-festen der abilympischen Fairness. Folglich musste Herr Lamkemeier wegen Übermotivation leider disqualifiziert werden.

Auch andere Kollegen gingen in dieser kontroversen Diskussion offensichtlich auf und wurden immer kreativer in der Wahl ihrer Argumente. Für alle, die es noch nicht wussten: Der Verzehr von Gummibärchen stärkt die Augenmuskulatur. Andererseits begünstigen Gummibärchen den Treibhauseffekt; außerdem haben sie anscheinend eine Seele und erleiden in der Enge der Verkaufsregale unglaubliche Qualen. Darüber hinaus werden aus Gummibärchen essenden Jungs keine echten Männer. Und: Schülern sollten als Ansporn keine langweiligen Weingummis, sondern wahre Anreize wie Euros in Aussicht gestellt werden.

Für genug Doping wurde beim ?Geschmacksspiel? gesorgt, bei dem sich die Duos Brinck-Siegfried bzw. Kaiser-Ambrosi Getränke per Wasserpistole in den Mund spritzten und an-schließend erschmecken sollten, um welche Art von Flüssigkeit es sich handelte. Offensicht-lich war das Ganze nicht so einfach wie vermutet, denn es hat einige Zeit gedauert, bis die Testpersonen ihr richtiges oder auch falsches Urteil abgegeben hatten ? vielleicht haben sie sich aber auch nur so viel Zeit gelassen, weil unser Fruchtsekt so lecker war...

Im Finale standen sich Herr Ahlgrim und Herr Scholle bzw. Herr Lesch und Herr Börner gegenüber, die die fast unmögliche Aufgabe bewältigen sollten, je einen Volleyball zwischen zwei Holzstäben zu halten und diesen dann nach einem kleinen Wettlauf in einen Basketballkorb zu befördern. Auch wir Abiturienten sollten diese Disziplin in der 7. Klasse einmal in Wettkämpfen austragen, waren jedoch kläglich gescheitert. Nun sollte unseren Trainern endlich mal vor Augen geführt werden, was sie damals von uns verlangt hatten. Wie vermutet hatten auch sie ihre Problemchen, aber was soll´s... . Dabeisein ist schließlich alles!!!Medaillen gab es für das Siegerteam zum Schluss auch noch, allerdings nicht aus massivem Gold, sondern aus Schokotalern.

Vielen Dank an alle Beteiligten für diesen gelungenen Abi-Gag!

Christine Berkhoff