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08.02.2005

Sylt 2005

Sylt 2005 - altbewährt und richtig gut  

Seit 25 Jahren fahren die Volleyballer des MK jetzt schon ins Trainingslager nach Sylt. Immer im Januar, immer nach Westerland. Sie wohnen in denselben Wohnungen und trainieren in denselben Turnhallen. Wenn zum 25. Mal das Gleiche stattfindet, kann einen nichts mehr überraschen, könnte man denken. Aber dann läge man daneben, denn in diesem Jahr war doch manches ein bisschen anders.

Als am 28. Januar 64 Jungen und Mädchen mit 10 Betreuern, einem Reisebus und unendlich viel Gepäck starteten, wurde der erste Unterschied offenbar: Noch nie war die Gruppe derartig jung gewesen: Fünftklässler, Sechstklässler, Schülerinnen und Schüler aus der 7. und aus der 8. Klasse. So viele Kinder, die sich über fünf Tage praktisch vollständig allein versorgen sollten ? würde das gut gehen?

Der zweite Unterschied zeigte sich, als wir zum ersten Mal gemeinsam die Halle betraten: Waren in den letzten Jahren immer sehr unterschiedliche Leistungsniveaus ? vom Spitzenvolleyballer bis zum Anfänger ? vertreten gewesen, so zeigten sich in diesem Jahr die Trainingsgruppen relativ homogen. Natürlich ragte hier und da jemand heraus, aber im Großen und Ganzen konnte man sowohl bei den Jungen als auch bei den Mädchen von einem nahezu einheitlichen Leistungsstand ausgehen. (Dieser Umstand führte bei den Mädchen sogar zu einer ?Riesen-Trainingsgruppe? von 26, die gleichzeitig von vier Trainern betreut wurde.)

Das Weitere liest sich wieder wie gewohnt: Jeden Tag 2 bis 3 Trainingseinheiten, Planschen im Pool, Sauna, Sylter Welle, Abschluss-Schleifchenturnier, Strandwanderung ? alle waren ständig in Bewegung. Die wenigen freien Zeiten waren ausgefüllt mit Einkaufen, Kochen und Schlafen. Und es zeigte sich, dass alle Befürchtungen wegen des noch jungen Alters der Teilnehmer umsonst gewesen waren. Es gab keine Katastrophen beim Kochen (wenn man von der einen oder anderen geschmacklichen absieht), keine Heimweh-Attacken, keinen Streit, kein Gemuffel oder Gezicke. Im Gegenteil ? und das war eigentlich der größte und entscheidende Unterschied zu den vergangenen Jahren: Obwohl - oder vielleicht ja auch weil - die ganze Gruppe so jung war, war die Atmosphäre durchgehend harmonisch: Es herrschte ein freundlicher Umgangston, man sah fast überall nur lächelnde Gesichter, jeder wurde akzeptiert, alle unterstützten sich gegenseitig und die wenigen Regeln wurden klaglos eingehalten. Es war - diese rührseligen Worte seien einer alten MK-Volleyball-Veteranin erlaubt -, als seien nicht 74 Volleyballer unterwegs, sondern eine einzige große MK-Volleyball-Familie. Einen so schönen Sylt-Aufenthalt habe ich noch nicht erlebt, und ich habe schon einige hinter mir. Die Volleyballer dieses Sylt-Jahrganges sind wirklich etwas Besonderes und ich sehe mit Freude dem nächsten ?Familienausflug? 2006 entgegen.

Kiki (Christina Galland)

Hier können Sie die Bilder im Format 640x480 pixel anschauen:   Bild 1   Bild 2   Bild 3