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29.02.2020

Weimarfahrt des zwölften Jahrgangs

Für den aktuellen 12. Jahrgang sind Goethe und die Weimarer Klassik Themen im Abitur. Deshalb ist der gesamte zwölfte Jahrgang für drei Tage, vom 13. - 15. Februar, nach Weimar gefahren. Dort hatten wir bei Führungen und Besichtigungen die Möglichkeit, unser Wissen vor Ort zu vertiefen und zu erweitern.

Donnerstag, 13.02.2020

Etwas früher als zum normalen Schultag trafen wir uns um 7:15 Uhr auf dem Schulhof. Gegen acht Uhr ging es dann los, mit zwei großen und einem kleinen Reisebus. Etwa drei Stunden später und über 200km weiter, waren wir in unserer Jugendherberge in Weimar angekommen.

Für alle Kurse standen die gleichen Programmpunkte an, allerdings zeitlich verschoben, um keinen Ort mit mehr als 100 Schülern zu überlaufen. Für den Kurs von Herrn Sipply war die historische Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek der erste Termin. Zuerst erfuhren wir ein etwas über den Brand im September 2004 und den anschließenden Wiederaufbau, sowie die Restaurierung der vom Brand und Löschwasser beschädigten Bücher. Nach einigen Informationen über die Namensgeberin, Herzogin Anna Amalia, wurden wir in den neu hergestellten Rokokosaal geführt, der mit den hellblauen Wänden, reichen Goldverzierungen, eleganten Bücherregalen, sowie einigen Gemälden und Büsten ein beeindruckendes Bild gab. Nach diesem ersten Eindruck von Weimar hatten wir erstmal Freizeit, bis wir uns zum gemeinsamen Essen beim Mexikaner trafen und zuammen als Kurs den Abend ausklingen ließen

Freitag, 14.02.2020

Nach dem Frühstück machten wir uns zunächst auf den Weg in das Goethemuseum, welches gleich an Goethes Wohnhaus angrenzt. In dem Museum konnte man viele Sammlungen Goethes entdecken, sowie einige Schriften. Die Ausstellung „Lebensfluten – Tatensturm“ ist in viele Themenbereiche unterteilt, zum Beispiel in Liebe, Natur, Erinnerung. Es gibt sehr viel zu sehen und es ist beeindruckend, wie viele Sammlungsgegenstände Goethe besaß und in wie vielen Bereichen er tätig war. Denn Goethe war viel mehr als nur ein Schriftsteller und hatte zahlreiche Aufgaben und Interessengebiete. Er interessierte sich zum Beispiel sehr für die Naturkunde und trug die Verantwortung für den Wiederaufbau des Schlosses in Weimar. Das angrenzende Wohnhaus Goethes, in das wir anschließend gingen, enthält noch die ursprüngliche Einrichtung. Durch das Wohnhaus gingen wir selbstständig und mit einem Audioguide. Dieser berichtete je nach Raum die wichtigsten Details und ging auf besondere Dinge des Raumes ein.

Nach einer kleinen Pause ging es dann weiter in das Schillermuseum und -wohnhaus. So konnten wir uns einen Eindruck von Schiller und seinem Leben mit seiner Familie in diesem Haus machen. Beides war sehr interessant und auch die Audioguides halfen uns, Zusammenhänge zu verstehen.

 Unser letzter Programmpunkt des Tages war dann die Stadtführung namens ‘‘Phönix aus der Asche‘‘. Eine nette Dame hat uns am Nachmittag die Geschichte des Stadtschlosses erzählt und auch davon, wie früher der angrenzende Park aussah. Wir erfuhren viel über Goethes frühe Weimarer Jahre. Am Ende dieser Führung sahen wir auch noch Goethes Gartenhaus, wieder mit einigen Möbeln und Schriftstücken Goethes. Insgesamt war der Freitag so etwas anstrengend, aber sehr informativ und facettenreich. Und wir haben nun das Gefühl, viel mehr über Goethe und Schiller zu wissen. Großes Glück hatten wir durch die Fremdenführerin die ihre Führungen super gemacht hat – man merkte, dass ihr Job ihr Spaß macht.

Samstag, 15.02.2020

Der letzte offizielle Termin für uns war die Führung „Ambivalente Geschichte“, die im Wittumspalais startete, in dem Herzogin Anna Amalia während des Wiederaufbaus des Stadtschlosses wohnte. Dort wurde uns ausführlicher über das Leben von Anna Amalia berichtet, aber auch vertiefend über die Weimarer Klassik von Herder, Wieland, Goethe und Schiller. Doch eben der Begriff Ambivalente Geschichte bedeutet, dass es auch noch eine andere Seite zu Weimars Geschichte gibt. So wurde in der Führung auch Weimars Rolle zu Zeiten des Nationalsozialismus behandelt. Damit hatten wir zu Ende der Fahrt auch nochmal die andere, hässliche Seite von Weimars Geschichte kennengelernt.

Nach einer kurzen Abschlussrunde, hatten wir noch etwas Zeit um Weimar noch einmal selbstständig zu erkunden. Gegen 15 Uhr machten wir uns auf den Weg zurück nach Braunschweig, wo wir etwas erschöpft von der geballten Ladung Kultur, aber auch mit vielen neuen Erlebnissen und Wissen, ankamen.

Emily Göbel und Svenja Hatesuer