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Dada – von HiNtEn wie von VOrNe (A-N-N-A)

-eine szenische Collage zum Thema Dadaismus-

-entwickelt von Schülerinnen und Schülern des Seminarfachkurses DADA-

Was ist Dada? Wissen Sie es?

Der Dadaismus gilt als internationale revolutionäre Kunst- und Literaturbewegung in den ersten beiden Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts. Die oberste Prämisse ist, dass Dada den „-ismus“ ablehnte – Dada wollte keine Kunstrichtung sein und mit den anderen in eine Schublade gesteckt werden. Den Dadaisten ging es um viel mehr:

Darf Kunst überhaupt schön sein, wenn Tod und Krisen allgegenwärtig sind? Was für einen Sinn macht so eine Welt überhaupt?

Solche und ähnliche Fragen könnten sich die Dadaisten gestellt haben. Sie provozierten, schockierten und revoltierten gegen die herkömmliche Kunst, machten sie lächerlich. Sie hinterfragten die Werte und Ideale der Bürger. Sie reagierten mit ihrer Kunst auf ihre Zeit, auf Probleme, Krisen und Phänomene, z. B. auf Wohnungsnot, Verstädterung, Inflation, Ich-Dissoziation, das Für und Wider des Fortschritts, auf den Halleyschen Kometen, der 1910 Anlass gab, über einen bevorstehenden Weltuntergang zu spekulieren und natürlich auf den 1. Weltkrieg mit seinen zahllosen Opfern. Dies taten sie, indem sie für den Betrachter Absurdes oder auch Unsinniges als Collagen oder Montagen verpackten.

In unserem Theaterstück haben wir versucht, einen szenischen und bildhaften Lesartansatz für die vermeintlich unsinnigen dadaistischen Texte zu finden. Daraus ergab sich – entsprechend der bevorzugten künstlerischen Form der Dadaisten – eine Collage, und zwar eine SZENISCHE Collage und hinter Unsinnigem und Rätselhaftem verbirgt sich der Sinn, den der Betrachter zu deuten vermag…