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'Streetart' – der schwere Weg zur Leichtigkeit

Eine thematische Vorgabe für die Kunstkurse in Jahrgang 12 im Schuljahr 2018/19 war die Beschäftigung mit (Druck-)Grafik. Zwei Kunstkurse erhielten die Möglichkeit, am HAUM (Herzog-Anton-Ulrich Museum) an einer Studie zum Umgang mit dem digitalen Zeichenstift teilzunehmen. Die Schüler*innen zeichneten auf einem Tablet Kunstwerke aus dem Museum in Umrisslinien nach und veränderten sie grafisch. Diese sehr einfache Methode wurde im Unterricht mit Hilfe von OHP-Folien zur Anfertigung von sogenannten 'stencils' (Schablonen) genutzt, die häufig Grundlage der 'Streetart' sind, eine der angesagtesten Kunstrichtungen, die zurzeit allgegenwärtig scheint. Streetart-Werke sind zwar nicht unumstritten, besitzen inzwischen aber Kultstatus und sprechen auch weniger kunstinteressierte Schüler*innen an. Grund genug, sich im Unterricht in Theorie und Praxis damit zu beschäftigen. Zunächst wurden Werke unterschiedlicher Streetart-Künstler*innen gesichtet und analysiert. Die praktische Aufgabe lautete dann, persönliche Motive aus dem Schulkontext zu suchen und zunächst in Umrisslinien zu vereinfachen, um danach Schablonen anzufertigen. Was so einfach klingt und aussieht stellte sich allerdings als durchaus kompliziert in der Umsetzung heraus. Ein komplexes Motiv auf das Wesentliche zu reduzieren war die erste Überlegung, danach erfolgte die gedankliche Durchdringung, an welcher Stelle wie geschnitten wird. Eine ungeahnte Herausforderung! Umso größer waren der Lerneffekt und der Stolz auf die eigenen Streetart-Werke in beachtlicher Größe. Schließlich wurden die mehrfach verwendbaren Druckvorlagen nach Probedrucken optimiert und können jetzt im Schulgebäude an geeigneten, von den Schüler*innen ausgewählten Stellen angebracht werden. Ideen dafür gibt es genug.

 

Text und Fotos: Antje Weise