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22. September

Unser Tag begann mit einem Besuch im städtischen Archiv. Herr Opalka zeigte uns Bilder aus den Anfängen der Fotografie und eine Sammlung von alten Negativen - auch solchen auf Glas. Wie von diesen Fotoabzüge gemacht werden, bestaunte die Gruppe drei Tage später im Fotolabor der Kunsthochschule.
Nach einer kurzen Pause haben wir uns im Museum für Photographie getroffen. Hier konnten wir die Ausstellung der niederländischen Fotografin
Pauline Oltheten sehen, die ungewöhnliche und eigentümliche Fotografien im Alltag fotografierte.
Ihre Arbeiten haben uns angeregt, Fotos zu inszenieren, die erst auf den zweiten Blick Aufmerksamkeit erregen und oft auch den Betrachter zum Schmunzeln bringen.

23. September

Anders als seine Arbeit auf der „documenta 13“ ist die Ausstellung von Clemens von Wedemeyer im Kunstverein für Schüler „harte Kost“. Die hier ausgestellten Arbeiten sind weitgehend audiovisuelle Arbeiten. Dennoch haben sich die Schüler diese Form von Konzept-Art erarbeitet - praktisch und theoretisch. Sie haben den Kunstverein Braunschweig kennengelernt und noch die Ausstellung von Kevin Schmidt in der Studiogalerie gesehen.

24. September

Dies war unser Tag im Herzog Anton Ulrich-Museum. Hier ein paar Aussagen von Schülerinnen:

„Die Führung im Herzog Anton Ulrich-Museum hat einem offenbart, dass zu einem Museum viel mehr gehört als bloß die Kunstwerke, die man in den Ausstellungen vorfinden kann.“

„Ich fand das Gemäldedepot am beeindruckendsten. Mich hat erstaunt, dass es möglich ist, über 1400 Bilder in so einem verhältnismäßig kleinem Raum aufzubewahren.“ 

„Mir haben die Restauratoren in den Werkstätten einen sehr interessanten Einblick in die aufwendige Restaurierung von Textilien, Gemälden und Möbeln ermöglicht. Auch das Kupferstichkabinett hat mir gut gefallen. Ich wusste nicht, dass es mit den hier gesammelten 145.000 grafischen Bildern zu den bedeutendsten Sammlungen der Welt gehört.“

„Richtig beeindruckt hat mich jedoch der Rittersaal in der Burg Dankwarderode und die Mittelaltersammlung“.

„Insgesamt ist mir positiv aufgefallen, dass alle Mitarbeiter nicht nur sehr freundlich waren, sondern auch sehr spezialisiert auf ihrem Gebiet sind und uns mit unglaublichem Wissen begeistern konnten.“

25. September

 

Diesen Tag haben wir in verschiedenen Ateliers und Werkstätten der Kunsthochschule verbracht.

„Ich fand es interessant, etwas über Lithographie zu erfahren, da ich nicht wusste dass man Steine nicht nur für Höhlenmalereien oder Graffiti als Maluntergründe benutzt (hat), sondern auch für den Flachdruck. Außerdem war es auch ganz nett sich mal ein Fotolabor und die Entwicklung eines Fotos darin anzusehen.“

„Heute hat mich sehr beeindruckt, wie aufwendig es ist, einen Abzug von einem analog fotografierten Foto im Labor herzustellen.“

„Marlene Barts riesige Fotografien auf Barytpapier wirken super.“

„Außerdem haben die Studenten auch über eigene Projekte und Arbeiten erzählt, bei denen die Ideenfindung ohne jede Vorgabe schon zum schwersten Teil gehört und die Erarbeitung zum Teil neun Monate dauern kann!“

„Den heutigen Tag habe ich sehr genossen. Es war wirklich schön einen kleinen Einblick in die verschiedenen Bereiche der Kunst kennenzulernen. Besonders toll fand ich Einführung in die Technik der Radierung und die Möglichkeit die Materialien mal in die Hand zunehmen und „selbst anzupacken - auch den Besuch von Ateliers fand ich toll.“

26. September

 

An diesem Tag ging es - als Vorbereitung zu der Ausstellung von Stephanie Senge im Konsumverein - um das Hinterfragen unseres Konsumverhaltens. Dazu haben wir uns zunächst im ECE-Center getroffen. Hier verkürzt die dort zu erledigenden Aufgaben:

  • Beobachtet die Besucher des ECE-Centers und notiert in Adjektiven auf den farbigen Kärtchen, was euch zu ihrem Verhalten auffällt.
  • Handelt entgegen eines typischen Konsumenten. Geht in Geschäfte und fragt nach Entbehrlichem, dass man euch für eine Kunstaktion mitgeben kann


Über die gemachten Erfahrungen wurde anschließend diskutiert und die Ausstellung betrachtet. Dabei wurde deutlich, dass es der Künstlerin mit ihren Konsummandalas nicht um Konsumkritik geht, sondern darum, dass wir alle starke Konsumenten werden, mit Dankbarkeit gegenüber den erworbenen Dingen. So richtig wurde das aber nicht immer nachvollziehbar. Dennoch wieder ein Blick darauf, was Kunst auch sein kann