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Eine Ausstellung im Aufbau erleben: Besuch im Kunstverein Braunschweig

Wir besuchten mit Frau Märgner-Beu und Frau Naji den Braunschweiger Kunstverein, in dem die Ausstellungen der beiden Künstlerinnen Inge Mahn und Nora Schultz noch mitten im Aufbau waren. So wurden die Erklärungen der Kuratorin, die uns die verschiedenen Kunstwerke näher brachte, z.B. durch Hammerschläge und zerreißendes Papier ab und zu unterbrochen. Es war sehr interessant zu sehen, wie viel Arbeit und wie viele Mitarbeiter hinter so einer Ausstellung stehen.
Im unteren Stockwerk betrachteten wir die sehr großen und teilweise eigens für diese Ausstellung angefertigten Kunstwerke von Inge Mahn. Die Ideen hinter ihren Skulpturen waren beeindruckend und gut umgesetzt. Das Gleichgewicht und die gedachte Bewegung in ihren starren Skulpturen waren sehr spannend.
Die im oberen Stockwerk befindliche Konzept-Kunst von Nora Schultz wirkte auf uns etwas befremdlich und wir konnten leider das Konzept der Künstlerin nicht so recht nachvollziehen.
Alles in allem war der erste Tag quasi wie ein Sprung ins kalte Wasser mit sehr viel Input,neuen Erfahrungen, Eindrücken und Meinungen zu den jeweiligen Werken, aber auch ein guter Einstieg in die kommenden Themen der Woche.

Die Jahresausstellung des Bundes Deutscher Künstler in der Städtischen Galerie

In der Jahresausstellung des Bundes Deutscher Künstler Braunschweig erläuterte uns die Kuratorin der Ausstellung viele Kunstwerke und den Aufbau der Ausstellung lebendig und ausführlich. Es waren Arbeiten von 44 sehr verschiedenen Künstlern zu sehen. Nach einer Einführung wurde uns die Möglichkeit geboten, sich die Kunstwerke im eigenen individuellen Tempo zu betrachten. Auch wurden von einzelnen geäußerte Wünsche zu einer näheren gemeinsamen Analyse ausgewählter Kunstwerke wahrgenommen. Ganz besonders weckte das Bildnis des 45. US-amerikanischen Präsident Donald John Trump von Ingo Lehnhof unser Interesse. Insgesamt empfanden wir die Vielfalt der verschiedenen Kunstwerke auf solch engem Raum als sehr anregend. Es war ein schöner Besuch, der auf jeden Fall mit zukünftigen Projektteilnehmern ausführlich wiederholt werden sollte.

Am Entstehungsort: Atelierbesuch bei Güde Renken

Während bisher von uns Ausstellungsorte aufgesucht wurden, konnten wir beim Atelierbesuch bei Güde Renken die Künstlerin selbst kennenlernen und direkt von ihr viel über ihre Werke und Arbeitsweise erfahren. Sie hat uns sowohl in ihre Arbeit als Künstlerin als auch in die Arbeit, die man sonst nicht von einer Künstlerin erwartet, eingeführt. So muss sie zum Beispiel häufig Ausstellungen selbst beliefern und  die Logistik organisieren oder Arbeiten am Schreibtisch verrichten.
In ihrem Atelier in der Kastanienallee malt und zeichnet Güde Renken. Einerseits macht sie freie Arbeiten, andererseits auch Portraitmalerei als Auftragsarbeiten.
Am interessantesten waren neben den Zahlen und Fakten ihre Art Farben anzusetzen und sie auf die Leinwand zu bringen: Sie rührt eine Mischung aus Ei, Harz, Terpentin und Leinöl an und fügt danach die unterschiedlichen Farbpigmente hinzu. Diese Technik erlaubt, viele verschiedenen Farbtöne individuell anzumischen und in dünnern Schichten aufzutragen.

In den Straße von New-York: Museum für Photographie

Im Museum für Photographie konnten wir durch die aktuell laufende Ausstellung „Jürgen Becker – New York 1972“ in den Straßen von New York spazieren gehen. Wir begaben uns in die Hände der Leiterin Frau Hofmann-Johnson. Sie führte uns durch die beiden Ausstellungsräume und erklärte zu gegebenen Zeitpunkten einzelne Fotos. Beckers Ziel war es, mit seinen Fotos die „täglichen Gänge durch die Stadt in einer Art von visuellem Tagebuch“ festzuhalten. Diese zeigen nicht die typischen „Hotspots“ von New York, sondern vielmehr alltägliche Aufnahmen aus Stadtvierteln etwas weiter außerhalb. Nachdem wir einen kurzen Ausschnitt eines Films über Jürgen Becker gesehen hatten, analysierten wir seine Fotografien. Insgesamt waren wir angetan von der Ausstellung, da sie eine neue Blickweise auf die Stadt New York zeigt.

Nach dem Besuch der Ausstellung sollten wir, angeregt von Jürgen Beckers Fotos, selber Aufnahmen machen und Braunschweig im Jahre 2017 darstellen. Die Ergebnisse besprachen wir am nächsten Tag im Herzog Anton Ulrich-Museum Braunschweig.

Ein Blick hinter die Kulissen: Besuch im Herzog Anton Ulrich-Museums

Im Herzog Anton Ulrich-Museum konnten wir das sehen, was sonst für die Besucher des Museums verborgen bleibt: Durch schwere Sicherheitstüren gelangten wir bis in die Gemälderestauration, wo gerade ein Gemälde von Jacob van Ruisdael für den Transport nach Hamburg vorbereitet wurde. Die Restauratorin erklärte uns auf anschauliche Weise zum Beispiel, wie sie mit  einem großen Mikroskop und Röntgengeräten alte Gemälde untersucht um mögliche Schäden festzustellen. Für die komplexe Arbeit der Restauration benötigt man unglaublich viel Geduld und Ausdauer. Einblick erhielten wir auch in die Möbelrestauration, wo eine Restauratorin ähnlich wie ein Detektiv mit einem Mikroskop auf Spurensuche ging und die Farbschichten eines einen alten Tisches analysierte.
Wir erhielten noch Eintritt in das Gemäldedepot des Museum - ein unglaublich großer Schatz. In den eigentlichen Ausstellungsräumen wurden uns zuletzt einige exemplarische Werke vorgeführt.
Für uns war es besonders beeindruckend zu erfahren, wie viele Menschen und wie viele Fähigkeiten für das Funktionieren eines so großen Museums gebraucht werden.