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Mathematik

Mathematik ist die "reinste" aller Wissenschaften

Mathematik braucht jeder

Mathematik kann jeder 

Klare Gedankengänge, ungetrübtes Urteilsvermögen sowie das rationale und sachliche Argumentieren und Begründen: dafür steht die Mathematik heute genauso wie vor tausenden von Jahren zur Zeit der ersten Mathematiker. Was mathematisch herausgefunden, analysiert und bewiesen ist, das wird auch in Zukunft unumstößlich gelten.
Zahlen, Fakten, Listen, Tabellen, Diagramme, Zahlencodes.... Unsere Umwelt ist durchdrungen von diesen Dingen. Um sich hier zurechtzufinden, braucht man Übung im Umgang mit der Zahlenwelt. Kritische Stimmen äußern immer wieder, dass man für den Alltagsgebrauch (Überschlagsrechnungen beim Einkauf oder im Restaurant, Flächenberechnungen zur Wohnungsrenovierung...) nur die Mathematik bis Klasse 8 benötigt. Tatsächlich jedoch leistet die Mathematik noch viel mehr: In Zusammenhängen denken, stringent argumentieren, Gedankengänge zusammenfassen, sich präzise ausdrücken.....
Aber kann das jeder? Diese These ist gewagt und so sicher nicht ganz richtig, denn analog zur Lese- und Rechtschreibschwäche gibt es auch die mathematische Schwäche, die sogenannte Dyskalkulie. Darüber hinaus gibt es jedoch Tausende von Schülerinnen und Schülern, die bereits in jungen Jahren von sich behaupten: Mathematik ist nichts für mich. Das ist ein fataler Irrtum! Man muss sich auf die ungewohnte Denkweise, Argumentationsweise und oft auch auf die formale Sprechweise der Mathematiker einstellen. Distributivgesetz, Kommutativgesetz, Assoziativgesetz, Rechnen in Gleichungsketten, irrationale Zahlen, lineare Prozesse, Tangenten und Sekanten, Nullstellen und Steigungen, Ableiten und Integrieren, per Substitution oder partiell, Polynomdivision und Partialbruchzerlegung... fast wie Vokabellernen. Zudem baut in der Mathematik alles aufeinander auf; dadurch wiederholt sich alles jeweils auf etwas höherem Niveau. Deshalb kann man sich leider nicht erlauben, einmal ein halbes Jahr alles etwas schleifen zu lassen, um dann bei einem neuen Thema Gas zu geben.

Jede Schülerin und jeder Schüler kann lernen, die Schulmathematik zu beherrschen, wenn er oder sie sich darauf einlässt, zuhört, nachfragt und diskutiert und lernt selbstständig zu arbeiten!

Dennoch:

Warum sind trotzdem so viele Schülerinnen und Schüler oft mit Mathematik auf dem Kriegsfuß?

Unserer Meinung nach funktioniert die Verschaltung von „Rechnen“ (Bruchrechnung, Termumformungen, Lösen von Gleichungen usw.) und „Problemlösen“ nicht richtig. Um eines klarzustellen: Solides „Rechnen“ ist das Handwerkszeug, welches unabdingbar nötig ist und deshalb entwickelt, erweitert und geübt werden muss. Ohne das „Problemlösen“ aber wird das Rechnen sinnentleert. Der Mathematiker muss Probleme analysieren können, Lösungsstrategien entwickeln, diese auf Durchführbarkeit und Erfolgswahrscheinlichkeit hin prüfen – und sich dann zielgerichtet ans Werk machen.

Was braucht man also, um gut in Mathematik zu sein?

  • Grundlagen, die letztendlich auf dem sicheren Beherrschen der elementaren Grundrechentechniken beruhen. Diese müssen natürlich verstanden, eingeübt und auf komplizierte Situationen übertragen werden können.
  • Sicherheit im Umgang mit mathematischen Formeln, Termen und Ausdrücken, so dass man sich auch bei komplizierten Aufgabenstellungen nicht so leicht verunsichern lässt.
  • Durchhaltevermögen, denn ein einmal beschrittener Lösungsweg kann in einer Sackgasse enden! Wer jetzt den Stift fallen lässt und die Mathematik verflucht, macht nur dann etwas falsch, wenn er nicht wieder von vorne beginnt. Und es ist sehr erhebend, ein vorher unlösbar scheinendes Problem beherrschen zu lernen!

Mathematik in Klasse 5./6.

Am Beginn der neu zusammengestellten Klassen wird es darum gehen, alle unsere neuen Schülerinnen und Schüler auf einen Wissensstand zu bringen, da sie mit unterschiedlichen Kenntnissen und Erfahrungen zu uns kommen werden. Dazu gehören insbesondere Kopfrechenaufgaben (mit den zugehörigen Rechentricks und –kniffen) sowie Wiederholungen des schriftlichen Addierens, Subtrahierens, Multiplizierens und Dividierens.
Relativ schnell werden die praktizierten Rechentricks auch formal beschrieben (Rechengesetze) und auf schwierigere Rechnungen übertragen.
Denn hier zeigt sich bereits ein Kern der Schulmathematik: Einmal Bekanntes wird nicht vergessen, sondern immer wieder benötigt, um auf dem jeweils höheren Niveau weiterzuarbeiten.
Neben den algebraischen Strukturen kommt natürlich auch die Geometrie nicht zu kurz, denn sie stellt den anschaulicheren Teil der Mathematik dar, zu dem Schülerinnen und Schüler anfangs erfahrungsgemäß den leichteren Zugang haben: Der Umgang mit dem Geodreieck muss gelernt werden; Symmetriebetrachtungen dienen zum Ordnen geometrischer Figuren; Kreise, Winkel und Kuchendiagramme können die Bruchrechnung veranschaulichen; geometrische Körper können anhand von Netzen skizziert und gebaut werden.
Beobachtungen an geometrischen Figuren haben schon immer zu Spekulationen über deren Allgemeingültigkeit geführt, so dass man anhand der Geometrie schlüssiges Beweisen lernen kann.

Fordern und fördern in Mathematik

Für den 5. und 6. Jahrgang bieten wir Förderunterricht beim jeweiligen Fachlehrer an, um die differierenden Vorkenntnisse der Schülerinnen und Schüler ausgleichen zu können. Interessierte und begabte Schülerinnen und Schüler können sich am MK an folgenden Projekten beteiligen: Mathematik-Olympiade, Känguru-Wettbewerb und Schüler experimentieren.  

Förderunterricht 5/6 

Dieses Angebot findet in jeder Klasse bei der Mathematiklehrkraft der Klasse statt. Es richtet sich in erster Linie an Schülerinnen und Schüler mit bestehenden Defiziten oder Verständnisschwierigkeiten im Unterricht bzw. an Schülerinnen und Schüler, die zum Rechnen einfach etwas länger brauchen. Es wird allgemein an der der Verbesserung der Rechenfertigkeiten (mit dem Ziel der Angleichung des unterschiedlichen Ausgangsniveaus) sowie auch unterrichtsbegleitend (bei Verständnisschwierigkeiten oder zur weiteren Übung) gearbeitet.

Der Förderunterricht findet zurzeit wöchentlich statt (zwischen Herbst- und Osterferien) und umfasst eine Schulstunde. Zum Förderunterricht werden die Schülerinnen und Schüler von der Klassenlehrerin bzw. vom Klassenlehrer schriftlich eingeladen. Eine Teilnahme ist dann freiwillig, muss nach Anmeldung aber kontinuierlich erfolgen. 

Die Praxis zeigt, dass auch leistungsstärkere Schülerinnen und Schüler das Angebot des Förderunterrichts gerne annehmen, um weitere Übung zu bekommen. In Absprache mit der Mathematiklehrkraft der Klasse ist das häufig problemlos möglich (gewisse Obergrenzen dürfen natürlich nicht überschritten werden).

Wettbewerbe

Känguru-Wettbewerb

Die 5. und 6. Klassen nehmen geschlossen am Känguru-Wettbewerb teil. Termin ist jeweils der dritte Donnerstag im März. Schüler aus den Jahrgängen 7-12 können bei Interesse ebenfalls teilnehmen.

Mathematik-Olympiade

Für interessierte und begabte Schülerinnen und Schüler besteht ab der 5. Klasse die Möglichkeit, sich an der Mathematik-Olympiade zu beteiligen. 

Die Aufgaben der ersten Stufe werden von den Teilnehmern zu Hause gelöst. Die zweite Stufe findet als Klausur in der Schule statt. Der Termin ist bundesweit einheitlich am zweiten oder dritten Mittwoch im November. Basierend auf den Ergebnissen dieser Klausur werden die besten Schülerinnen und Schüler Niedersachsens zur Landesrunde ans Mathematische Institut der Universität Göttingen eingeladen. Diese findet immer an zwei Tagen (Freitag/Samstag) Ende Februar oder Anfang März statt. Die besten Teilnehmer fahren dann als niedersächsische Mannschaft zur Bundesrunde der Mathematik-Olympiade. 

Bundeswettbewerb Mathematik 

Der Bundeswettbewerb Mathematik richtet sich an besonders begabte Schülerinnen und Schüler der Oberstufe. Hier wird in mehreren Runden der Bundessieger ermittelt. An der 1. Runde kann jeder teilnehmen. Ausschreibungsunterlagen gibt es jeweils im Dezember bei Frau Laue. Es werden 4 Aufgaben gestellt, die möglichst vollständig gelöst werden sollen. Zur Lösung ist vor allem Kreativität sowie Sicherheit im Umgang mit den mathematischen Methoden gefragt. Die Aufgaben werden in Heimarbeit gelöst, Lehrer dürfen nicht helfen. Abgabetermin ist jeweils Mitte März des darauf folgenden Jahres.

Alle abgegebenen Lösungen der ersten Runde werden von Gutachtern korrigiert und mit einer Beurteilung zurückgesendet! Das gilt auch für teilweise Lösungen! Hier sollte ein Ansporn für mathematisch interessierte Schülerinnen und Schüler bestehen, die über den Unterricht hinausgehende mathematische Herausforderungen suchen.

Zur zweiten Runde werden diejenigen Schülerinnen und Schüler persönlich eingeladen, die die Aufgaben der ersten Runde sehr gut gelöst haben. Auch hier gilt es, weitere Aufgaben in Heimarbeit zu lösen.

Ab der dritten Runde wird man zu Lehrgängen eingeladen, wo man sich anhand mathematischer Problemstellungen vor Ort mit den Mitbewerbern messen muss. Am Ende winken der Bundessieg, eine Teilnahme an der Mathematik-Olympiade und/oder die Aufnahme in die Studienstiftung des Deutschen Volkes.

Weitere Informationen und Beispielaufgaben mit Musterlösungen erhältst du unter: www.bundeswettbewerb-mathematik.de