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Katholischer Religionsunterricht

Mittendrin – so heißt das Buch, das derzeit im Katholischen Religionsunterricht in den Klassen 5-10 verwendet wird – und das beschreibt ziemlich genau, worum es im Religionsunterricht gehen soll. Junge Menschen sollen Geschmack am Leben in all seinen Facetten bekommen und nicht nur Mitläufer in einem undurchschaubaren Prozess von Entscheidungen über ihr Leben sein. Das bedeutet auch, dass sie sich mit dem beschäftigen, was sie unbedingt angeht, und das wiederum ist laut dem Theologen Paul Tillich eine Definition des Begriffs Religion. Den großen Fragen des Lebens wollen wir im Religionsunterricht nachgehen, ohne Tabus, aber stets auch vor dem Hintergrund des Glaubens an Jesus Christus als dem, der dem Leben Sinn und Richtung gibt. Dabei sollen die Schülerinnen und Schüler einerseits kennen lernen, was es bedeutet, katholisch zu sein, gleichzeitig aber auch lernen, mit Angehörigen anderer Konfessionen in einen fruchtbaren Dialog einzutreten, der von Toleranz und der Suche nach den richtigen Antworten auf die Fragen unserer Zeit geprägt ist. Ziel ist es auch, auf der Grundlage soliden Wissens eine verantwortete Glaubensentscheidung treffen zu können und in ethischen Fragen zu fundierten Urteilen zu kommen. Diese Anliegen drücken sich auch in den Formulierungen der prozessorientierten Kompetenzen aus, die das Kerncurriculum für das Fach Religion nennt:

·         Wahrnehmungs- und Darstellungskompetenz

·         Deutungskompetenz

·         Urteilskompetenz

·         Dialogkompetenz

·         Gestaltungskompetenz

jeweils bezogen auf religiöse und ethische Fragestellungen.

Die Inhalte, an denen diese Kompetenzen geschult werden sollen, können von den Schülerinnen und Schülern großenteils selbst mitbestimmt werden.

Somit kann der Religionsunterricht einen wesentlichen Beitrag zur Identitätsfindung bei jungen Menschen leisten und darüber hinaus auch zu Orientierung und Verständigung in einer zunehmend pluralen Welt beitragen.