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Der Sportliche Schwerpunkt - Sport als Abiturfach

Das Gymnasium Martino-Katharineum ist eines von zur Zeit zwei Gymnasien in Braunschweig, die den sportlichen Schwerpunkt anbieten und somit das Fach Sport als Abiturfach ermöglichen. Im sportlichen Schwerpunkt sind neben den sportpraktischen Themen viele fächerverbindende Aspekte aus den Bereichen der Naturwissenschaften und der Gesellschaftswissenschaften integriert. Im sportlichen Profil wird neben dem Fach Sport als weitere Pflichtfächer Biologie auf erhöhtem Niveau belegt. Das dritte Fach auf erhöhtem Niveau ist wählbar aus Mathematik, Deutsch oder Englisch.

Um den sportlichen Schwerpunkt belegen zu können, ist derzeit der Besuch des Faches Sporttheorie in der Einführungsphase in der Jahrgangstufe 10 verpflichtend (angeboten in 10.2).
Konzeptionell ist der sportliche Schwerpunkt eingebunden in das Konzept der „Partnerschule des Leistungssports“ und das Konzept der „Sportklassen“, die in den Jahrgängen 5 und 6 besonders sportlichen Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit geben, ihre Talente weiter zu entwickeln. Der sportliche Schwerpunkt im Abitur stellt hier den konsequenten Abschluss dieser Entwicklung dar.
Im sportlichen Schwerpunkt werden sowohl theoretische als auch praktische Inhalte vermittelt. Theoretische Inhalte sind die Bereiche Bewegungslehre (Biomechanik, Bewegungsmerkmale, Bewegungslernen), Trainingslehre (Konditionelle Fähigkeiten und deren Trainingsmethoden), Sportbiologie/Sportmedizin (Gesundheitserziehung, Funktionsweise der Muskulatur) und Sportsoziologie (Sport und Gewalt, Sport in den Medien, Sport als Beruf).
In allen Bereichen werden Theorie- und Praxisunterricht miteinander verzahnt:
So werden beispielsweise im Bereich Bewegungslehre theoretisch erarbeitete Bewegungsmerkmale in den Praxisstunden dazu genutzt, ausgewählte (praktisch erprobte) Bewegungen zu beschreiben und einen Kriterienkatalog für eine gelungene Bewegung zu erstellen.
Im Bereich der Trainingslehre werden beispielsweise auf der Grundlage von Herzfrequenz- und Laktatkurven Trainingspläne erstellt und in der Praxis umgesetzt. Als Zielsetzung dient hier die Absolvierung eines Triathlons in 12.2.

 

Das Schwerpunktfach Sport ist über die genannten zentralen Inhalte hinaus bemüht, die große Breite sportlicher Aktivitäten in seinen Praxisstunden aufzunehmen. So werden einerseits die klassischen Sportarten aus dem Bereich der Individualsportarten (Leichtathletik, Gerätturnen, Schwimmen) und der Mannschaftssportarten (Handball, Fußball, Volleyball, Basketball, Hockey) thematisiert und können als Prüfungssportarten wahrgenommen werden. Andererseits soll der sportliche Schwerpunkt aber auch den Blickwinkel auf den Sport weiter öffnen. So ist angestrebt, den Bereich der Individualsportarten je nach Möglichkeit um Sportarten wie Bogenschießen, Wasserski/Wakeboarden, Klettern, Kanu, Trampolin oder Kämpfen zu ergänzen und im Bereich der Mannschaftsportarten sog. „neue“ Spiele wie Flagfootball, Ultimate-Frisbee, Baseball zu erproben und deren Wert für den Breitensport wie für die individuelle Nutzung zu beurteilen.
Von den Schülerinnen und Schüler wird erwartet, dass sie sportlich talentiert sind, ganz allgemein Spaß am Sport haben, dabei auch offen für andere und neue Sportarten sind, körperlicher Anstrengung auch Gutes abgewinnen können und ein natur- und gesellschaftswissenschaftliches Interesse an den Hintergründen des Sports haben. Ebenso sollte die Bereitschaft vorhanden sein, selbständig zu arbeiten und an sportlichen Projekten mitzuwirken.
In seiner Gänze soll der sportliche Schwerpunkt dazu befähigen, die eigene sportliche Leistungsfähigkeit in den Unterricht einzubringen, individuell zu verbessern und zu bewerten. Darüber hinaus soll ein allgemeines Verständnis für den Sport sowohl im Leistungs- wie auch im Breitensport entwickelt werden, um so eine besondere Handlungsfähigkeit im Bereich des Sports zu erreichen und nicht zuletzt mögliche Berufsfeldperspektiven aufzuzeigen. Hierzu dient sowohl die enge Thoerie-Praxis-Verzahnung als auch die Erprobung und Weiterentwicklung der eigenen sportlichen Leistungsfähigkeit in bekannten wie unbekannten Sportarten.

Fakten in Kürze

Voraussetzungen:

  • Belegung des Vorkurses zur Sport-Theorie in 10.2
  • Sportärztliche Unbedenklichkeitsbescheinigung
  • Ausreichende Fertigkeiten im Schwimmen (für den Triathlon in 10.2)

 

Quantität:
Es werden im Sportlichen Schwerpunkt im Normalfall 5 Stunden von einer Lehrkraft unterrichtet: 1 Stunde Theorie, 2 Stunden theoriebezogene Praxis und 2 Stunden reine Praxis, in der der prüfungsrelevante Sportartenkanon (s.u.) thematisiert wird.
Schülerinnen und Schüler des sportlichen Schwerpunkt belegen dann keinen „normalen“ Sportkurs mehr, es sei denn, sie möchten dies auf freiwilliger Basis tun.

Bewertung:
In die Note gehen theoretische und praktische Inhalte in einer Gewichtung von 50:50 ein.

Abiturprüfung:

  • Theorie:

5-stündige Klausur im Rahmen des Zentralabiturs

  • Praxis:

-       Praktische Prüfung:

in zwei Sportarten (je eines aus den Erfahrungs- und Lernfeldern A und B), die vom Schüler frei gewählt werden (Vor.: sie wurden in der Oberstufe belegt)

-      Dritte sportpraktische Prüfung:

wird in einer vom Schüler gewählten Sportart durchgeführt, die sich von den beiden Sportarten der rein praktischen Prüfungen unterscheidet. Hier ist neben der Praxis auch ein sportartbezogener Theorieteil Inhalt der Prüfung.

Prüfungssportarten am MK:

Erfahrungs- und Lernfeld A

Erfahrungs- und Lernfeld B

Schwimmen

Basketball

Geräteturnen

Fußball

Geräteturnen/Bewegungskünste

Handball

Gymnastik

Hockey

Tanz

Volleyball

Leichtathletik

Badminton

Triathlon

(Tennis)

 

(Tischtennis)